Einführung von Shopfloor-Management und Verbesserung der Produktionsplanung & -steuerung
AB Federn GmbH

Das Projekt mit der AB Federn GmbH hatte zum Ziel, die Weiterentwicklung etablierter Strukturen voranzutreiben. Das Unternehmen hatte eine technisch versierte Produktion, engagierte Mitarbeitende und eine hohe fachliche Kompetenz in der Federnproduktion. Diese Stärken können noch besser genutzt werden, wenn Transparenz, Planungssicherheit und tägliche Steuerungsroutinen weiter ausgebaut werden. Mit methodischer Hilfe und einer engen Zusammenarbeit wurde es erreicht, ein effektives Shopfloor-Management einzuführen und die Produktionsplanung deutlich zu verbessern.
Unternehmensvorstellung
Die AB Federn GmbH ist ein etabliertes Unternehmen in der metallverarbeitenden Industrie, das sich ganz auf hochwertige Federsysteme konzentriert. Das Sortiment umfasst u.a. :
- Druckfedern
- Zugfedern
- Schenkelfedern
- Drahtbiegeteile
- Blattfedern
Das Unternehmen verfügt über Produktionsstandorte in Deutschland und China mit rund 20 Mitarbeitenden am Standort Deutschland. Das Unternehmen verbindet Präzision und Flexibilität durch eine kundennah ausgerichtete Fertigung.
Ausgangslage
Zu Beginn des Projekts war die Ausgangssituation als sehr stabil zu bewerten; es ging vor allem darum, strukturelle Verbesserungen umzusetzen, um die vorhandenen Stärken weiter zu fördern. Im Detail waren diese Ansatzpunkte:
- Die Fertigung hatte bereits vor Projektbeginn ein großes Potenzial, das durch klare Strukturen, mehr Transparenz und standardisierte Abläufe noch besser erschlossen werden konnte.
- Die Auslastung und wichtige Kennzahlen waren noch nicht immer sichtbar, weshalb Erfahrungswissen eine wichtige Rolle spielte.
- Obwohl die Voraussetzungen im Team sehr gut waren, wurde bisher kein stringentes Shopfloor-Management etabliert.
- Angesichts des dynamischen Marktumfelds der Federn (mit erheblichem Umsatzpotenzial) war es sinnvoll, die Planung und Steuerung langfristig robuster zu gestalten.
Die Mitarbeitenden sind dem Projekt nach anfänglicher Skepsis mit Offenheit und Konstruktivität begegnet – das war eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Ablauf.
Ziele
Zu Beginn des Projekts wurden die folgenden Ziele festgelegt:
- Einführung eines Shopfloor-Managements mit festen Routinen
- Fertigungsprozesse: Transparenz und Standardisierung
- Aufbau von relevanten Kennzahlen zur täglichen Steuerung
- Fehler, Nacharbeit und Ausschuss verringern
- Förderung der Eigenverantwortung und der Fähigkeit zur Problemlösung
- Einrichten eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP)
- Steigerung der Effizienz und der Wettbewerbsfähigkeit
Vorgehensweise
Untersuchung der aktuellen Prozesse
- Detaillierte Ist‑Analyse der Fertigung
- Untersuchung von Informationsflüssen, Prozessschritten und Zuständigkeiten
- Ableitung von konkreten Verbesserungspotenzialen
Erarbeitung eines einheitlichen Zielbildes
- Festlegung von Zielen, Kennzahlen und strategischen Leitpunkten offene Abstimmung mit dem gesamten Team
Einführung des Shopfloor-Managements
- Erstellung von standardisierten Routinen zur Steuerung von Fertigungsaufträgen
- Training zur Nutzung von Kennzahlen und Abweichungsmanagement
- Aufbau der Problemlösekompetenz im Team
Produktionsorganisation & Lean-Methoden
- Workshops und Begehungen, die sich auf 6S und Prozesssauberkeit konzentrieren
- Optimierung der Arbeitsplatzorganisation
- Aufbau eines Regelkreislaufs, der selbstständig fortgeführt werden kann
Produktionsplanung und -steuerung
- Optimierung der Kalkulationsvorgaben zwischen Vertrieb und Produktion
- Tool zur Produktionsplanung entwickeln
- Erhöhung der Termintreue und Anlageneffizienz
Bewertung der Leannova GmbH (kundenseitig)
Die Zusammenarbeit wurde als praxisnah, gut organisiert und für alle Bereiche verständlich angesehen. Die im Training gelernten Methoden sind sofort im Alltag anwendbar, und die aufgebauten Strukturen haben die Zusammenarbeit zwischen allen Funktionsbereichen verbessert.
Kundenstimmen (Projektteilnehmer)
- „Die Zusammenarbeit mit Leannova hat unseren Prozessen durch die Einführung klarer Kennzahlen eine neue Transparenz beschert. Wir haben einen spürbaren Anstieg der Liefertermintreue; die Abläufe sind deutlich stabiler und ruhiger – und unsere Rüstzeiten konnten wir nachhaltig minimieren. Die positiven Veränderungen sind im ganzen Unternehmen zu spüren.“ — Sophie Laura Bakker, Geschäftsführung